Absaugen
Entfernung von Sekret aus Mund, Rachen oder Trachea mittels Absaugkatheter und Absauggerät. Delegierbare ärztliche Tätigkeit.
Entfernung von Sekret aus Mund, Rachen oder Trachea mittels Absaugkatheter und Absauggerät. Delegierbare ärztliche Tätigkeit.
Flexibler Kunststoffkatheter zum Absaugen von Sekret aus Atemwegen. Für tracheales Absaugen: Einmalkatheter mit definierter Länge.
Eindringen von Speichel, Sekret, Nahrung oder Flüssigkeit in die unteren Atemwege unterhalb des Kehlkopfes.
Maschinelle Beatmung über eine Trachealkanüle oder einen Endotrachealtubus bei unzureichender Eigenatmung.
Klinisches Verfahren zur Aspirationsdiagnostik bei TK-Patienten mittels Anfärbung von Speisen/Flüssigkeiten. Gilt als wenig sensitiv.
Aufblasbare Manschette am Schaft einer Trachealkanüle. Fixiert die Kanüle und dichtet die Trachea ab. Kein vollständiger Aspirationsschutz.
Druck, mit dem der Cuff an der Tracheawand anliegt. Zielbereich: 20–30 cmH₂O. Zu hoher Druck verursacht Schleimhautschäden.
Regelmäßige Messung des intracuffalen Drucks mit einem Manometer. Pflegerische und therapeutische Standardaufgabe im TK-Management.
Endgültige Entfernung der Trachealkanüle nach erfolgreichem Dekanülierungsprozess. Ziel der therapeutischen Arbeit bei TK-Patienten.
Strukturierter therapeutisch-medizinischer Prozess zur schrittweisen Rückführung zur physiologischen Atmung. Von Entblocken bis zur Dekanülierung.
Übertragung ärztlicher Tätigkeiten auf andere Berufsgruppen (Pflege, Logopädie). Erfordert ärztliche Anordnung und nachgewiesene Kompetenz des Delegationsnehmers.
Perkutane Tracheotomietechnik mittels Aufdehnung (Dilatation) der Trachea. Häufigste Methode auf Intensivstationen.
Schluckstörung: Beeinträchtigung der Schluckfunktion in einer oder mehreren Phasen. Bei TK-Patienten häufig kombiniert mechanisch und neurologisch bedingt.
Plastikschlauch zur transnasalen oder translaryngealen Intubation. Vorangehende Maßnahme vor Tracheotomie bei Langzeitbeatmung.
Therapeutisches Entfernen der Luft aus dem Cuff einer Trachealkanüle. Ermöglicht Luftfluss durch den Larynx und ist Voraussetzung für Schluck- und Sprachtherapie.
Flexible Endoskopische Evaluation des Schluckens. Goldstandard in der Schluckdiagnostik bei TK-Patienten. Direkte Sicht auf Sekret, Aspiration und Schutzreflexe.
Loch oder Gitter in der dorsalen Wand einer Trachealkanüle. Ermöglicht Luftfluss durch die Glottis auch bei okkludierter Kanüle. Risiko: Granulombildung bei Fehllage.
Stimmritze — der Spalt zwischen den Stimmlippen. Zentrale Struktur für Phonation, Hustenschutz und Aspiration. Bei geblockter TK nicht funktionell aktiv.
Bindegewebige Gewebewucherung an der Tracheawand als Reaktion auf die Trachealkanüle oder eine Fehllage der Fensterung. Kann zu Blutungen führen.
Heat-Moisture-Exchanger. Filtereinsatz am Tracheostoma als Ersatz für die Nasen-Rachen-Klimatisierung. Reduziert Sekretprobleme und Lungeninfektionen.
Schutzreflex zur Reinigung der Atemwege. Bei TK-Patienten oft abgeschwächt durch reduzierten subglottischen Druck. Therapeutisch bedeutsam.
Herausnehmbare innere Röhre in einer Trachealkanüle mit Innenkanülensystem. Ermöglicht Reinigung ohne Kanülenwechsel. Standard in der Langzeitversorgung.
Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen im TK-Management. Klare Aufgabenteilung zwischen Intensivmedizin, Pflege, Logopädie und Physiotherapie.
Bedside-Diagnostik der Schluckfunktion. Bei TK-Patienten idealerweise bei entblockter Kanüle. Erster Schritt der Schluckdiagnostik.
Druckregulierendes Cuff-System, das den Cuffdruck automatisch konstant hält. Verhindert druckbedingte Schleimhautschäden.
Systematische Reinigung der Mundhöhle bei TK-Patienten. Reduziert Sekretbelastung, Erregerbesiedelung und Aspirationsrisiko.
Bekanntestes Einwegsprechventil. Öffnet bei Inspiration, schließt bei Exspiration. Mehrere Modelle für beatmete und nicht-beatmete Patienten.
Stimmgebung durch Schwingung der Stimmlippen. Nur möglich bei Luftfluss durch die Glottis. Erfordert entblockte TK und Okklusion oder Sprechventil.
Alle Maßnahmen zur Kontrolle und Reduktion von Sekret in Trachea und Lunge: HME, subglottische Absaugung, Inhalation, Lagerung, Hustentechniken.
Einwegventil auf der Trachealkanüle: öffnet bei Inspiration, schließt bei Exspiration. Leitet Ausatemluft durch die oberen Atemwege — Phonation und Geruchssinn werden möglich.