Aspiration

Eindringen von Speichel, Sekret, Nahrung oder Flüssigkeit in die unteren Atemwege unterhalb des Kehlkopfes.

Aspiration bezeichnet das Eindringen von Speichel, Sekret, Nahrung oder Flüssigkeit in die unteren Atemwege – also unterhalb des Kehlkopfes (Larynx) in Trachea und Lunge.

Arten der Aspiration

Klinisch unterscheidet man zwei Formen:

  • Offene Aspiration: Das Eindringen wird durch einen Hustenreflex angezeigt. Der Patient hustet nach dem Schlucken.
  • Stille Aspiration (silent aspiration): Aspiration ohne Hustenreflex. Klinisch besonders gefährlich, da sie unbemerkt bleibt. Häufig bei neurologisch erkrankten Patienten.

Bedeutung bei tracheotomierten Patienten

Bei Patienten mit Trachealkanüle ist das Aspirationsrisiko erhöht, da die Trachealkanüle die Larynxbeweglichkeit einschränkt und den subglottischen Druck reduziert. Ein Cuff bietet keinen vollständigen Aspirationsschutz.

Die Diagnostik erfolgt klinisch (KSU) oder instrumentell (FEES).

Folgen

Aspirationspneumonie als häufigste Komplikation. Bei chronischer stiller Aspiration: progressive Lungenschädigung.