Beatmung, invasive

Invasive Beatmung bezeichnet die maschinelle Unterstützung oder Übernahme der Atmung über einen künstlichen Atemweg – Endotrachealtubus oder Trachealkanüle. Sie erfordert einen geblockten Cuff zur Abdichtung des Beatmungskreislaufs und zur Verhinderung von Leckagen.

Invasive Beatmung bezeichnet die maschinelle Unterstützung oder vollständige Übernahme der Atmung über einen künstlichen Atemweg. Im Gegensatz zur nicht-invasiven Beatmung (NIV) über Maske erfolgt sie über Endotrachealtubus oder Trachealkanüle.

Voraussetzungen

Für eine funktionierende invasive Beatmung über Trachealkanüle muss:

  • die Kanüle einen Cuff haben (gecuffte Trachealkanüle)
  • der Cuff ausreichend geblockt sein, um den Beatmungskreislauf abzudichten
  • der Cuffdruck im therapeutischen Bereich liegen (in der Regel 20–30 cmH₂O)

Beatmungsmodi

Die häufigsten Beatmungsmodi im Intensiv- und Weaningkontext:

  • Kontrollierte Beatmung (z.B. CMV, ACV): Gerät übernimmt vollständig
  • Assistierte Beatmung (z.B. PSV, SIMV): Eigenatmung wird maschinell unterstützt
  • Druckkontrolliert vs. volumenkontrolliert: unterschiedliche Steuerungslogik

Zusammenhang mit Trachealkanüle

Die Trachealkanüle ist bei langzeitbeatmeten Patienten dem Endotrachealtubus vorzuziehen: Sie ist stabiler, ermöglicht bessere Mundpflege, erleichtert das Weaning und verbessert die Lebensqualität. Die Kanülenauswahl bei Beatmung richtet sich nach Beatmungsform, Sekretlast und Weaningstatus.

Weaning

Der Entwöhnungsprozess von der Beatmung ist unter Weaning beschrieben.