Cuff

Der Cuff ist eine aufblasbare Manschette am distalen Ende der Trachealkanüle. Er dichtet die Trachea ab und ermöglicht so Beatmung und Aspirationsschutz. Zu hoher Cuffdruck schädigt die Trachealmukosa – der empfohlene Bereich liegt bei 20–30 cmH₂O.

Der Cuff ist eine aufblasbare Manschette am distalen Ende (lungennahe Ende) der Trachealkanüle. Wird er mit Luft gefüllt, legt er sich an die Tracheawand an und dichtet den Atemweg ab.

Funktion

Der Cuff erfüllt zwei Hauptfunktionen:

  1. Beatmungsabdichtung: Bei maschineller Beatmung verhindert er Leckagen und sichert die Druckübertragung auf die Lunge.
  2. Aspirationsbarriere: Ein geblockter Cuff reduziert den Übertritt von subglottischem Sekret in die tieferen Atemwege. Er bietet jedoch keinen vollständigen Aspirationsschutz.

Cuffdruck

Der Cuffdruck muss regelmäßig kontrolliert werden. Der empfohlene Bereich liegt bei 20–30 cmH₂O (entspricht ca. 15–22 mmHg):

  • Zu niedriger Druck: Leckage, Beatmungsinsuffizienz, subglottisches Sekret gelangt in die Trachea
  • Zu hoher Druck: Kompression der Trachealmukosa, Beeinträchtigung der Durchblutung, Schleimhautläsionen bis zur Tracheomalazie

Cufftypen

  • Hochvolumen-Niederdruck-Cuff: Standard bei modernen Trachealkanülen. Großes Volumen, geringer Auflagedruck auf die Mukosa.
  • Schaumstoffcuff: Füllt sich selbstständig mit Umgebungsluft. Kein aktives Blocken notwendig; Druck entspricht Atmosphärendruck.
  • Kein Cuff (ungecufft): Bei Patienten ohne Beatmungsbedarf und ausreichender Schutzfunktion.

Klinische Konsequenz

Cuffdruckmessung und -management sind auf der Seite Cuff-Management beschrieben.