Der Cuff ist eine aufblasbare Manschette am distalen Ende (lungennahe Ende) der Trachealkanüle. Wird er mit Luft gefüllt, legt er sich an die Tracheawand an und dichtet den Atemweg ab.
Funktion
Der Cuff erfüllt zwei Hauptfunktionen:
- Beatmungsabdichtung: Bei maschineller Beatmung verhindert er Leckagen und sichert die Druckübertragung auf die Lunge.
- Aspirationsbarriere: Ein geblockter Cuff reduziert den Übertritt von subglottischem Sekret in die tieferen Atemwege. Er bietet jedoch keinen vollständigen Aspirationsschutz.
Cuffdruck
Der Cuffdruck muss regelmäßig kontrolliert werden. Der empfohlene Bereich liegt bei 20–30 cmH₂O (entspricht ca. 15–22 mmHg):
- Zu niedriger Druck: Leckage, Beatmungsinsuffizienz, subglottisches Sekret gelangt in die Trachea
- Zu hoher Druck: Kompression der Trachealmukosa, Beeinträchtigung der Durchblutung, Schleimhautläsionen bis zur Tracheomalazie
Cufftypen
- Hochvolumen-Niederdruck-Cuff: Standard bei modernen Trachealkanülen. Großes Volumen, geringer Auflagedruck auf die Mukosa.
- Schaumstoffcuff: Füllt sich selbstständig mit Umgebungsluft. Kein aktives Blocken notwendig; Druck entspricht Atmosphärendruck.
- Kein Cuff (ungecufft): Bei Patienten ohne Beatmungsbedarf und ausreichender Schutzfunktion.
Klinische Konsequenz
Cuffdruckmessung und -management sind auf der Seite Cuff-Management beschrieben.