Delegation

Delegation bezeichnet die Übertragung einer ärztlichen Tätigkeit auf nicht-ärztliche Berufsgruppen (Pflege, Logopädie). Im TK-Management betrifft das z.B. Cuffdruckmessung, Kanülenwechsel und Absaugen. Die Voraussetzungen sind in den meisten europäischen Ländern klar geregelt.

Delegation bezeichnet die rechtlich geregelte Übertragung einer ärztlichen Tätigkeit auf eine nicht-ärztliche Person – etwa eine Pflegefachkraft oder Logopädin.

Relevanz im TK-Management

Im Trachealkanülen-Management werden viele Tätigkeiten, die ursprünglich ärztliche Aufgaben sind, delegiert:

  • Cuffdruckmessung und -korrektur
  • Kanülenwechsel (nach Einweisung und unter definierten Bedingungen)
  • Therapeutisches Absaugen
  • Sprechventileinsatz

Rechtliche Lage

Die Rahmenbedingungen sind in den meisten europäischen Ländern klar geregelt. Delegation erfordert:

  • Ärztliche Anordnung, Anforderung oder Verordnung
  • Überprüfung der Qualifikation der ausführenden Person
  • Haftung verbleibt beim anordnenden Arzt; die ausführende Person haftet für Durchführungsfehler

In Deutschland wird Delegation gelegentlich als komplizierter empfunden als in anderen europäischen Ländern. In der Praxis ist die Rechtslage jedoch für die genannten Tätigkeiten bei qualifizierten Fachpersonen eindeutig.