Dilatationstracheotomie

Die Dilatationstracheotomie (auch: perkutane Dilatationstracheotomie, PDT) ist ein minimalinvasives Verfahren zur Anlage eines Tracheostomas. Im Gegensatz zur chirurgischen Tracheotomie erfolgt sie perkutan am Patientenbett auf der Intensivstation, meist unter bronchoskopischer Kontrolle.

Die Dilatationstracheotomie – auch perkutane Dilatationstracheotomie (PDT) oder Punktionstracheotomie – ist ein minimalinvasives Verfahren zur Anlage eines Tracheostomas. Es wird überwiegend auf der Intensivstation am Patientenbett durchgeführt und hat die chirurgische Tracheotomie in vielen Kliniken als Ersteingriff weitgehend abgelöst.

Prinzip

Die Trachea wird perkutan punktiert, ein Führungsdraht eingebracht und der Stichkanal schrittweise mit Dilatationsstiften oder einem speziellen Dilatationsset aufgedehnt, bis die Kanüle eingelegt werden kann. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Bronchoskopie zur visuellen Kontrolle.

Vorteile gegenüber chirurgischer Tracheotomie

  • Durchführbar auf der Intensivstation ohne OP-Bedingungen
  • Kürzere Durchführungszeit
  • Geringeres Nachblutungsrisiko
  • Kleinere Narbe, besserer kosmetischer Aspekt

Einschränkungen

Die PDT ist nicht bei allen Patienten möglich:

  • Ungünstige Halsanatomie (kurzer, dicker Hals, Struma, vorherige Operationen)
  • Schwere Gerinnungsstörung
  • Notfalltracheotomie (hier ist chirurgisches Vorgehen Standard)

Relevanz für Pflege und Therapie

Das frische Tracheostoma nach PDT erfordert in den ersten Tagen besondere Sorgfalt: Die Stomaränder sind vulnerabel, die Trachealkanüle liegt ohne stabilen Halt – ein ungewollter Kanülenverlust in dieser Phase ist ein Notfall.