Ein Endotrachealtubus (ETT) ist ein geradliniger oder leicht gebogener Kunststoffschlauch, der zur Atemwegssicherung und maschinellen Beatmung transoral oder transnasal durch den Larynx in die Trachea eingeführt wird.
Abgrenzung zur Trachealkanüle
| Endotrachealtubus | Trachealkanüle | |
|---|---|---|
| Zugang | Translaryngeal (Mund/Nase) | Tracheostoma (Halsvorderwand) |
| Larynxpassage | Ja – liegt durch den Larynx | Nein |
| Langzeittoleranz | Begrenzt (üblicherweise max. 7–14 Tage) | Dauerhaft möglich |
| Phonation | Nicht möglich | Möglich (entblockt / Sprechventil) |
| Mundpflege | Erschwert | Besser durchführbar |
| Mobilisation | Eingeschränkter | Besser möglich |
Indikation zur Tracheotomie
Bei absehbarer Beatmungsdauer über 7–14 Tage wird in der Regel die Umstellung vom Endotrachealtubus auf eine Trachealkanüle empfohlen. Die Tracheotomie reduziert Larynxschäden, erleichtert Pflege und Weaning und verbessert die Lebensqualität.
Komplikationen durch Langzeitintubation
Prolongierte Intubation mit ETT kann zu:
- Larynxschäden (Granulome, Stenosen)
- Stimmlippenverletzungen
- Dysphagien durch Druck auf Ösophagus und Hypopharynx
- Sensibilitätsstörungen
führen.