Der Hustenreflex ist ein unwillkürlicher Schutzreflex zur Reinigung der Atemwege von Fremdkörpern, Sekret oder eingedrungenem Material.
Physiologischer Ablauf
- Reizung von Hustenrezeptoren (Larynx, Trachea, Bronchien)
- Tiefe Inspiration
- Glottisschluss, Druckaufbau (subglottischer Druck bis 300 mmHg)
- Explosive Öffnung der Glottis – Hustenstoß mit Luftgeschwindigkeit bis 960 km/h
Hustenreflex bei tracheotomierten Patienten
Die Trachealkanüle beeinträchtigt den Hustenreflex erheblich:
- Kein Glottisschluss möglich bei geblocker Kanüle → kein Druckaufbau
- Husteneffektivität stark reduziert
- Stille Aspiration bleibt unbemerkt
Therapeutische Konsequenz
Vor dem Entblocken: Absaugbereitschaft obligat. Während der Therapie: Hustenstimulation und -unterstützung (Assisted Cough) bei Bedarf.