Hustenreflex

Schutzreflex zur Reinigung der Atemwege. Bei TK-Patienten oft abgeschwächt durch reduzierten subglottischen Druck. Therapeutisch bedeutsam.

Der Hustenreflex ist ein unwillkürlicher Schutzreflex zur Reinigung der Atemwege von Fremdkörpern, Sekret oder eingedrungenem Material.

Physiologischer Ablauf

  1. Reizung von Hustenrezeptoren (Larynx, Trachea, Bronchien)
  2. Tiefe Inspiration
  3. Glottisschluss, Druckaufbau (subglottischer Druck bis 300 mmHg)
  4. Explosive Öffnung der Glottis – Hustenstoß mit Luftgeschwindigkeit bis 960 km/h

Hustenreflex bei tracheotomierten Patienten

Die Trachealkanüle beeinträchtigt den Hustenreflex erheblich:

  • Kein Glottisschluss möglich bei geblocker Kanüle → kein Druckaufbau
  • Husteneffektivität stark reduziert
  • Stille Aspiration bleibt unbemerkt

Therapeutische Konsequenz

Vor dem Entblocken: Absaugbereitschaft obligat. Während der Therapie: Hustenstimulation und -unterstützung (Assisted Cough) bei Bedarf.