Mundpflege, therapeutische

Systematische Reinigung der Mundhöhle bei TK-Patienten. Reduziert Sekretbelastung, Erregerbesiedelung und Aspirationsrisiko.

Therapeutische Mundpflege bei tracheotomierten Patienten umfasst die systematische Reinigung und Befeuchtung der Mundhöhle als prophylaktische Maßnahme.

Ziele

  • Reduktion der Erregerbesiedelung im Oropharynx (VAP-Prophylaxe)
  • Aufrechterhaltung der oralen Sensibilität
  • Vorbereitung für Schluckversuche
  • Komfort und Lebensqualität

Durchführung

Mindestens 3-mal täglich. Verwendete Materialien: Zahnschwamm oder weiche Zahnbürste, Chlorhexidin-Lösung (bei Beatmungspatienten), Speichelersatz bei trockener Mundschleimhaut.

Bedeutung für Logopädinnen

Mundpflege gehört zur Aufgabe von Logopädinnen im TK-Management – nicht nur als pflegerische Maßnahme, sondern als direkter Beitrag zur Verbesserung der Schluckfunktion und Vorbereitung auf orale Ernährung.

Besonderheit

Bei geblocker Kanüle: Sekret oberhalb des Cuffs akkumuliert im Bereich des Hypopharynx. Mundboden-Massage und Absaugen vor dem Entblocken sinnvoll.