Stomaverschluss

Verschluss des Tracheostomas nach Dekanülierung. Methode abhängig von der Stomaanlage: spontan (Dilatation) oder operativ (Tracheostomie).

Der Stomaverschluss bezeichnet die Abheilung oder operative Wiederherstellung der Halshaut und Trachea nach Entfernung der Trachealkanüle (Dekanülierung).

Abhängig von der Stomaanlage

  • Dilatationstracheostoma: Zieht sich häufig schnell von selbst zusammen. Initialer Verband (Pflaster über Stoma) ausreichend. Spontanverschluss innerhalb weniger Tage.
  • Konventionelles (chirurgisches) Tracheostoma: Stabiler Rand, schließt sich langsamer. Ggf. sekundäre Wundnaht erforderlich.
  • Plastisches Tracheostoma: Vernähte Wundränder bilden stabilen Narbenring. Muss operativ verschlossen werden.

Sofortmaßnahme nach Dekanülierung

Direkt nach Entfernung der Kanüle: Stoma mit Pflaster luftdicht abkleben. Offenes Stoma führt zu:

  • Druckverlust beim Husten (reduzierter Hustenstoß)
  • Druckverlust bei der Phonation
  • Infektionsrisiko