Trachea

Die Trachea (Luftröhre) ist ein knorpelig-membranöser Schlauch, der Larynx und Hauptbronchien verbindet. Sie ist der Ort der Tracheotomie und der Sitz der Trachealkanüle. Ihre Schleimhaut ist empfindlich gegenüber mechanischem Druck und Austrocknung.

Die Trachea – Luftröhre – ist ein 10–15 cm langer Schlauch aus Knorpelspangen und Bindegewebe, der den Larynx mit den beiden Hauptbronchien verbindet. Sie ist der anatomische Ort der Tracheotomie und bildet den Sitz der Trachealkanüle.

Sie ist abhängig von Geschlecht und Körperbau zwischen 14,1 und 19,6 Millimeter im Durchmesser.

Anatomische Struktur

Die Trachea besteht aus:

  • 16–20 hufeisenförmigen Knorpelspangen auf der Vorder- und Seitenwand
  • Membranöser Hinterwand (Paries membranaceus) aus Bindegewebe und glatter Muskulatur – dort liegt die dorsale Wand beim Absaugen und ist besonders verletzungsgefährdet

Lage der Kanüle

Bei der Tracheotomie wird die Trachea zwischen 2. und 4. Knorpelspange eröffnet. Die Kanüle liegt mit ihrer Spitze in der mittleren Trachea – ihre Lage muss so sein, dass sie die Hinterwand nicht berührt.

Klinische Relevanz

Die Trachealmukosa reagiert empfindlich auf:

  • Cuffdruck: Zu hoher Druck schädigt die Schleimhautdurchblutung → Ulzera, Tracheomalazie
  • Austrocknung: Ohne Befeuchtung (HME oder aktive Anfeuchtung) kommt es zu Schleimhauttrockenheit, Sekreteindicken und mukoziliärer Dysfunktion
  • Mechanische Reizung: Durch den Absaugkatheter oder falsch positionierte Kanülenspitze

Tracheomalazie

Langfristig erhöhter Cuffdruck kann die Knorpelstruktur schädigen und zur Tracheomalazie führen – einem Weichwerden der Trachealwand mit konsekutivem Kollapsrisiko.