Tracheostoma

Das Tracheostoma ist eine künstlich angelegte Verbindung zwischen der Trachea und der Außenwelt durch die Halsvorderwand. Es ist der Zugang für die Trachealkanüle und bedarf einer regelmäßigen pflegerischen Versorgung.

Das Tracheostoma (griech.: trachys = rau, stoma = Mund/Öffnung) ist eine operativ angelegte Öffnung der Trachea durch die Halsvorderwand nach außen. Sie bildet den Zugang für die Trachealkanüle.

Entstehung

Das Tracheostoma entsteht im Rahmen einer Tracheotomie – entweder als chirurgischer Eingriff im OP oder als perkutane Dilatationstracheotomie am Patientenbett.

Stomaarten

  • Temporäres Tracheostoma: Angelegt für einen definierten Zeitraum (z.B. Intensivbehandlung, Weaning). Nach Wegfall der Indikation wird es dekanüliert und verschließt sich spontan.
  • Permanentes Tracheostoma: Bei dauerhafter Beatmung, irreversiblem Atemwegsproblem oder nach Laryngektomie. Hier erfolgt ein epithelisierter Stoma-Kanal.

Pflegerische Relevanz

Das Stoma muss täglich inspiziert und versorgt werden:

  • Stomarand auf Rötung, Mazeration, Granulombildung
  • Hautzustand unter dem Flansch
  • Fixierung der Kanüle überprüfen

Stomaverschluss

Nach Dekanülierung verschließt sich das temporäre Tracheostoma in der Regel spontan. Bei persistierendem Stoma ist ggf. ein operativer Verschluss notwendig.