Tracheotomie

Die Tracheotomie bezeichnet den chirurgischen Eingriff zur Eröffnung der Trachea durch die Halsvorderwand und Anlage eines Tracheostomas. Sie kann als chirurgische Tracheotomie oder perkutane Dilatationstracheotomie erfolgen.

Die Tracheotomie bezeichnet die operative Eröffnung der Trachea durch die Halsvorderwand mit Anlage eines Tracheostomas. Sie ist der Eingriff, der den Zugang für die Trachealkanüle schafft.

Abgrenzung zum Hub

Dieser Eintrag definiert den Begriff. Indikationen, Arten, Zeitpunkt und Geschichte der Tracheotomie sind im Hub Tracheotomie umfassend beschrieben.

Verfahren

Es gibt zwei grundlegende Verfahren:

Chirurgische Tracheotomie: Operativer Eingriff unter OP-Bedingungen. Direkter Schnitt und Präparation der Trachea. Standard bei schwieriger Anatomie, Notfall und geplanter Dauerversorgung.

Perkutane Dilatationstracheotomie (PDT): Minimalinvasiv am Patientenbett, meist auf der Intensivstation. Perkutane Punktion und schrittweise Dilatation des Stichkanals.

Indikationen (Überblick)

  • Langzeitbeatmung (Ablösung des Endotrachealtubus)
  • Obstruktion des oberen Atemwegs
  • Erschwertes Weaning
  • Pulmonales Sekretmanagementproblem
  • Schutz des unteren Atemwegs bei schwerer Dysphagie mit Aspiration