Weaning

Entwöhnung von der maschinellen Beatmung. Logopädinnen übernehmen eine wachsende Rolle im Weaning-Prozess (Sekretmanagement, Schlucktherapie, Dekanülierung).

Weaning (von englisch: to wean = entwöhnen) bezeichnet den Prozess der schrittweisen Entwöhnung eines Patienten von der maschinellen Beatmung.

Stufen des Weanings

  1. Reduktion der Beatmungsunterstützung (Druckabsenkung, Atemfrequenz)
  2. Spontanatemversuche (SBT: Spontaneous Breathing Trials)
  3. Extubation oder Dekanülierung

Rolle der Logopädin im Weaning

Logopädinnen sind aktiv am Weaning-Prozess beteiligt:

  • Sekretmanagement: Absaugen, Hustentechniken, HME
  • Schlucktherapie: Prophylaktische Dysphagietherapie während Beatmung
  • Entblocken: Steigerung der Entblockungszeiten parallel zum Weaning
  • Kommunikation: Unterstützung bei der Kommunikation ohne Stimme
  • Dekanülierungsschema: Planung und Durchführung

Prolongiertes Weaning

Patienten, die nicht innerhalb von 7 Tagen nach dem ersten Spontanatemversuch entwöhnt werden können. Häufige Mitursache: neurogene Dysphagie mit Aspirationsrisiko.